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Jahresrückblick 2013

Übers Wetter zu reden, ja sogar einen Jahresrückblick damit zu beginnen, ist im Grunde keine gute Idee. Schließlich ist das Wetter traditionell der Small-Talk-Hit Nummer eins. Und jeder gute Journalist schlägt da zurecht die Hände überm Kopf zusammen. Nur bei den Wassersportlern und deren diversen Magazinen ist erlaubt - und bisweilen sogar unumgänglich -, was sonst verpönt ist. So wie in diesem Jahr 2013. Ein Jahr, in dem es das Wetter mit uns Wassersportlern – über Wasser zumindest – nicht allzu gut meinte.

Und das fing bereits beim Ansegeln in Otterstadt an: Den Fluten im Mai fiel es zum Opfer, ersatzweise wurde es im Wormser Clubhaus nachgeholt.

An die drei Meter stand das Wasser im Frühjahr über dem Otterstadter Gelände, den Zugang zum Steg konnte man in der Tiefe eher erahnen, das Toilettenhäuschen fand sich auf seiner aufschwimmenden Plattform in Höhe der Baumkronen wieder. Nur wenige Wikinger fanden in diesen Tagen den Weg auf ihr Boot, darunter selbstverständlich Segelurgestein Helmut Bollinger, der es sich nicht nehmen ließ, andere Besatzungen mit seinem Tender am Damm abzuholen und höchst persönlich zu ihrem Schiff zu bringen. Der mäßigen Laune soll er dabei sogar schon mal mit einem Kostüm begegnet sein – spätestens angesichts des kunterbunten Fährmanns wichen denn auch die trüben Gedanken der unentwegten Segler. Sommer ist eben, was man draus macht!

 


Apropos Sommer und Wetter: Das Mitsommernachtsfest am Eicher See musste sogar ersatzlos gestrichen werden. Zwar hatte sich die Hochwasserlage längst entspannt. Aber was dann kam, war nicht weniger unangenehm: Die Schnaken stachen heuer sogar bei helllichtem Tag zu – und das gleich im Rudel. Eine Neuauflage des ansonsten immer schönen Sommernachtsfestes am Stützpunkt Eich wird es wohl nicht geben – die Anlage muss schweren Herzens aufgegeben werden. Sie fällt der großflächigen „Flurbereinigung“ am Südufer zum Oper. Der Eicher Steg war ein beliebter Anlaufpunkt für Wochenendtrips von Worms aus, hatte aber auch seine festen Lieger, die nun in Worms unterkommen.

An dieser Stelle drängt sich eine Bemerkung zur Auslastung der beiden Steganlagen in Worms und in Otterstadt auf: Sie sind schlichtweg voll! Möglichkeiten für Gastlieger ergeben sich nur, wenn die Mitglieder und Gäste mit festen Plätzen auf Tour gehen.

Beim Absegeln Ende September wurde vieles nachgeholt: vor allem der Klönschnack bei Flammkuchen und Wein am Lagerfeuer bis spät in die Nacht. Die Fahne beim Absegeln trotz Flaute hielt Skipper Dr. Peter Speiger mit seinem schnellen C55 Oskar hoch. Auf eine stimmungsvolle Nachtfahrt gingen drei festlich illuminierte Schiffe: Helmut Bollingers „Sagitta II“, die „Time Out“ von Stegwart Klaus Matt und Segelwartin Claudia Hochstuhl sowie die „Fünf“ der Familie Götz. Stimmungsvolle Akkordeonklänge ließen diese Fahrt zum maritimen Höhepunkt des Festes werden.


Nicht gut meinte der Festgott es schließlich mit seinen Wikingern beim Jahresabschluss: Da der Pächter die Vereinsgaststätte im Spätherbst dichtmachte und die Zeit vor Weihnachten zu knapp war zur Suche eines Ersatzortes, wurde das Fest zum Neujahrempfang umfunktioniert. Mitte Januar fand er nun in der Altrheinklause am „Otterstädter“ statt. Die Suche nach einem neuen Pächter in Worms läuft dementsprechend ein weiteres Mal an.

Besonders fleißig in Sachen Geländepflege und Stegerhaltung beziehungsweise Unterhaltung des Clubhauses waren die Vereinsmitglieder in 2013: Herausgehoben sei hier nur der Bau und die Errichtung eines neues Stegtores in Otterstadt; Vereinskamerad und Stegwart Frank Sentpali steckte an die 200 Arbeitsstunden in die Umsetzung der Konstruktion nach den Plänen von Klaus Matt. Daneben wurden auch die maroden Bänke auf der Wiese ersetzt und der Zaun zur Seeseite ergänzt. In Worms mutierte die Sonnenterrasse nun endgültig zum stilechten Sonnendeck, sind die Stahlstreben doch nun mit maritimen Holzverkleidungen im Stile einer Steganlage kaschiert – dank des Einsatzes von Neumitglied Andreas Freitag und Vereinschef Franz Bollinger. Und so kann sie nun kommen, die neue Wassersportsaison 2014; auf der Boot Düsseldorf stimmten sich einige Wikinger jedenfalls schon mal darauf ein. (faro/Fotos: Matt)

 

 
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